[Bericht] Gerhard-Neumann-Museum in Niederalteich

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Heino
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[Bericht] Gerhard-Neumann-Museum in Niederalteich

Beitrag von Heino » Fr 28. Jul 2017, 16:04

Bereits frühzeitig vor unserem Urlaub hatte ich mich für einen Besuch beim Gerhard-Neumann-Museum in Niederalteich angemeldet, in der Hoffnung, dass ich die Möglichkeit erhalte, mich einer Gruppe anzuschließen, denn Besuche bei diesem Museum sind nur für Gruppen ab 10 Personen möglich. Eine Woche vor dem Urlaub erhielt ich die ersehnte Antwort: Es gibt eine Gruppe, an der ich mich anschließen könnte!

Am Besuchstermin wurde ich dann vom Museumsinhaber, Herrn Josef Voggenreiter, freundlich begrüßt. Nachdem dann auch die andere Besuchsgruppe eingetroffen war, hielt Herr Voggenreiter im gemütlichen Auditorium einen spannenden Vortrag über den Erhalt seines ersten Starfighters, die Entstehung des Museums und das Leben und Wirken von Herrn Gerhard Neumann, dem schließlich dieses Museum auch gewidmet wurde: Herr Neumann war ein deutschstämmiger Ingenieur der beim Triebwerks-Konzern General Electric unter anderem das J79-Triebwerk entwickelt hat. Dieses wurde z.B. beim Starfighter verbaut.

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Nahtlos ging es somit zum ersten Exponat über. Dem besagtem J79. Der Clou bei diesem Exponat ist, dass jedes Triebwerksteil seperat auf einem eigenen Gestell aufgebaut worden ist. Jedes dieser Bauteile läßt sich auf Schienen hin und her schieben, sodass die Funktionsweise des Triebwerks anschaulich erklärt werden kann. Im Hintergrund steht der erste Starfighter, die 23+73:

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Beim zweiten Starfighter (26+53) wurde die Außenverkleidung großzügig entfernt, damit man einen guten Einblick in die verbaute Technik erhält:

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Beim dritten Starfighter handelt es sich um eine TF-104 G, also einer zweisitzgen Trainerversion. Das Flugzeug steht zwar auf hohen Pylonen, das Cockpit kann aber immernoch über eine Treppe erreicht werden:

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Lange Zeit hatte Herr Voggenreiter den Wunsch auch ein Flugzeug der damaligen Gegenseite zu besitzen, um es friedlich neben einen Starfighter stellen zu können. Irgendwann ergab sich die Möglichkeit, eine MiG 21 der ungarischen Luftwaffe zu erhalten. (Links im Bild sieht man auch noch eine HFB 320 Hansajet):

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Und noch einmal die Gelegenheit, die Cockpitausstattung der ehemaligen Gegner zur vergleichen:

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Gleich darüber ist ein weiterer Höhepunkt des Museums zu sehen. Es handelt sich um ein antriebsloses Großmodell des Stealth-Jäger-Projektes Lampyridae des MBB-Konzerns im Maßstab 3:4:

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Es gibt noch zwei weitere Exponate dieser Art im Museum. Zu einem ein Windkanalmodell des Eurofighters:

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Zum anderen ein Prototyp der Drohne Cassidian Barracuda, welches bei einem Erprobungsflug kurz vor dem spanischen Flughafen San Javier ins Meer gestürzt war. Herr Voggenreiter hat von der Bugsektion und den Tragflächen die Spanten rekonstruiert:

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Neben modernster Flugtechnik sind aber auch Ausstellungsstücke aus der Frühzeit der Luftfahrt zu sehen. So auch ein Normalsegelapparat von Otto Lilienthal...

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...und ein SG 38 Schulgleiter:

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Aber auch einige Exoten gibt es zu sehen. Wie den Pottier P.60 Minacro:

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Oder den Stützle SZG 10:

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Auch ein Tragschrauber vom Typ Westermayer WE 03 gibt es zu sehen:

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Zum Abschluss des Berichts zeige ich noch einen klassischen Hubschrauber. Eine Bo 105:

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Viel zu schnell war die Zeit im Museum vorbei. Herr Voggenreiter hätte bestimmt noch lange über verschiedene Exponate spannende Geschichten erzählen können. Ich bedanke mich auf diesem Wege nochmals bei Herrn Voggenreiter für die interessante Führung und kann jedem nur einen Besuch empfehlen.

Weiter Infos zum Museum gibt es unter: http://www.f-104.de
Horrido!

Heino

Canon Eos 600D
Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM - Canon EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 IS - Canon EF 70 - 300 mm 1:4-5.6 IS USM
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