[Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

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Karsten
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[Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Karsten » Fr 25. Dez 2015, 23:10

Widebodys, Single-Aisle und Smallprop

Das wäre die richtige Überschrift für die Reise, auf die ich den Leser nun mitnehmen möchte. Schon vorwab kann ich Vorwarnen, dieses Mal gibt es viele Bilder von den reichlichen Eindrücken, welche in gerade einmal zwei Tagen erlebt werden durften.
Der erfahrene Leser der Reiseberichte wird sich nun die Frage stellen, welche spannenden Reisen es denn noch geben könnte, nachdem über Boeing 737, 777, 787, Airbus A340, A380, Fokker 50, Saab200 und ATR72 berichtet wurde.

Aber ja, da gibt es noch einiges! Die Boeing 767 wird u.a. innerhalb Europas von British Airways eingesetzt. Mir ist diese Strecke bekannt, seit dem die London-Strecke für einige Umläufe für Ausbildungsflüge der Besatztungen auf den A380 umgestellt wurde.
Reisebericht --> viewtopic.php?f=28&t=3393

Folgende Reise wurde als Zweck zum Fliegen der 767 gebastelt:

Freitag
10:55-11:50 FRA-LHR BA Boeing 767
13:50-17:10 LHR-MAD BA Boeing 767
Übernachtung im Best Western Hotel in der Nähe vom Flughafen, positiv bekannt durch den Trip mit der LAN B787.

Samstag
MAD-DUS AB Airbus A320
DUS-STR AB Dash 8Q400
STR-HAJ AB Dash 8Q400
HAJ-BWE FFG C172

Wenige Tage vor dem geplanten Reisetermin erhielt ich, durch die airberlin-Hotline, einen freundlichen Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, dass der Flug LHR-MAD zu meiner gewünschten Zeit nicht mehr stattfinden würde. Alternativen --> Stornierung, Änderung des Flugtages oder aber Umbuchung auf einen späteren oder früheren Flug am gleichen Tag. Mein Rückflug am Samstag wurde auf ein separates Ticket ausgestellt, so dass ich den Rückflug nicht einfach verschieben konnte. Parallel am Telefon schaute ich mir die vorgeschlagenen Alternativen an. Mißmutig stimmte ich einer Umbuchung auf einen späteren Flug mit British Airways A320 zu.
Aber das konnte nicht die Lösung sein, ich Reise ja nun nicht zum Spaß. ;-)
Die Aussicht auf einen schnöden A320, der selbst in der Business-Class mitlerweile nur noch die normale Economy-Bestuhlung mit Trennung durch Vorhang zur günstigen Klasse und freien Mittelsitz bietet, trübte irgendwie die Vorfreude. Am Abend rief ich das airberlin CallCenter an und erkundigte mich, ob eine Umbuchung auf den Iberia A340 möglich ist. Durch airberlin wäre das nicht möglich und so bestägtigte sich meine Vorahnung.
Damit gab ich mich aber nicht zufrieden, am kommenden Abend kontaktierte ich telefonisch die British Airways Hotline in Frankfurt. Ich nahm es sportlich getreu dem Motto "Versuch macht klug". Meine Buchungsnummer konnte direkt aufgefunden werden und unverblümt trug ich meinen Wunsch vor. Während der Rücksprache landete ich in der, mit klassischer Musik untermalten, Warteschleife und nahm die lange Rücksprachezeit als eher negativ war. Nach knapp zwei Minuten fragte mich die freundlich Stimme, welchen Flug ich gerne nehme möchte. Meinem Wunsch den Iberia A340 auszuwählen wurde anstandslos entsprochen. Der Abend und der Flugtag waren gerettet! :-) Noch größere Vorfreude kehrte zurück.


Neuer und durchgeführter Plan:

Freitag
10:55-11:50 FRA-LHR BA Boeing 767
19:10-22:35 LHR-MAD BA Airbus A340-300
Übernachtung im Best Western Hotel in der Nähe vom Flughafen

Samstag
MAD-DUS AB Airbus A320
DUS-STR AB Dash 8Q400
STR-HAJ AB Dash 8Q400
HAJ-BWE FFG C172

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--> http://www.gcmap.com/mapui?P=FRA-LHR-MA ... TR-HAJ-BWE

03.07.2015 Einer der heißesten Sommertage in Deutschland
Gegen 05:00 stieg ich nach einer, wie es immer so schön im TV-Wetterbericht heißt, tropischen Sommernacht in der angenehmen Morgenfrische in den Wagen meines Vaters. Er hat sich freundlicherweise bereit erklärt mich an diesem Morgen zum Bahnhof nach Braunschweig zu bringen. An der dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür. So konnte ich mir die doch immer wieder anstrengende Suche nach einem kostenlosen Parkplatz in Bahnhofs-Nähe sparen.
Kurz vor 06:00 Uhr verabschiedeten wir uns und ich stieg in den ICE zum Frankfurter Hauptbahnhof. Ich genoß die Ruhe in der ersten Klasse (Aufpreis nur ca 20€) mit kostenlosen WLan und Braunschweiger Tageszeitung und als Frühstück die am Vortag im Garten gepflückten Süßkirschen.
Entsprechend der Wetterlage, sommerlich gekleidet, entstieg ich nach knapp 3 Stunden komplett durchgefroren dem Zug und genoß den typischen Schlag von Wärme und Luftfeuchtigkeit. Da soll sich noch mal einer über defekte Klimaanlagen beschweren.

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Die S-Bahn brachte mich zum Flughafen und über den bekannte Weg mit dem Transfer per Skytrain von T1 in das T2.
Achja wo befindet sich noch mal der Non-Shengen Zugang zu den Gates...? Auflösung --> zwischen McDonalds und den normalen Gates in der Zwischenetage. Also fix die automatsierten Kontrolle für den Ausweiß gewählt, denn die Zeit in der Lounge sollte schon kurz genug sein, mt dem Ergebnis das die rote Kontrollleuchte aufblinkte. Nunja, die automatisierte Station funktioniert nur dem Format im "Bank-Kartenformat". Naja, ein Vorteil hatte es, so wurde ich direkt zum nächsten Beamten der Bundespolizei gebracht und hatte praktisch keinen Zeitverlust.

Für den heutigen Abflug habe ich mich für ein Frühstück in der Cathay Pacifik Lounge entschieden.

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Einziger Nachteil, der sich erst sich beim Betreten bestätigte, war das der Flug nicht wie beim letzten Mal quasi gegenüber, sondern gefühlt fast schon wieder im Terminal 1 an einem der Gates geboarded wurde.
Der äußert freundlich Loungemitarbeiter wieß mich aber rechtzeitig auf diesen Umstand hin.

Wenn auch nicht entscheident, bietet die Aussicht leider nur ein Blick in Richtung Norden und damit quasi von jeglichen Fluggeschehen abgewandt. In der Ferne sind dafür die Landungen auf der neuen Nordbahn zu erkennen.

Einige Eindrücke der recht leeren Lounge während ich mich durch das Angebot des Buffet fräste.

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Im schnellen Schritt erreichte ich das entsprechende Gate und wunderte und ägerte mich zu gleich, dass keine Fastlane für Sicherheitscheck angeboten angeboten wurde. Sehr nervig im T2 ist, dass es keine zentrale Sicherheitskontrolle gibt.
Aber als sich herausstellte das es Busboarding werden würde, akzeptierte ich die Situation. Denn es würde keine Sinn machen, als einer der ersten an der Scheibe im Bus zu stehen und während der Fahrt in die riechenden Achseln der sich den Deckenstangen festhaltenen Mitreisenden zu schauen. Egal Status ist Status und somit fand ich mich als #2 im Bus. Wie gehabt dauerte es eine Ewigkeit bis sich das Gefährt in Schwung brach.

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Und so erreichten wir die Außenpostitionen des Terminal 2

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Während sich alle auf der Treppe stauten genoß ich die mitlerweile sommerlich Hitze und konnte noch diesen hübschen Titan A320 mitnehmen.

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Nach dem Einsteigen bog ich direkt nach links ab und erreichte meinen Platz.

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Etwas Enttäuschung zog auf, denn die Aussenscheibe an meinem zugeteilten Platz war stark verkratzt.
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Während ich darüber nachdachte, auf welchen Platz ich mich etwas später setzen könnte, wurde über die Lautsprecher mitgeteilt, dass bitte alle Passagiere auf Grund der Gewichtsverteilung (Weight-and-Balance) auf ihren zugeitelten Sitzplätzen sitzen bleiben müssen.
Meiner erste Anfrage an die Bordcrew, nämlich später den Platz zu wechseln, wurde leider mit dem schon genannten Hinweis nicht positiv entsprochen.
Die zweite Anfrage wurde positiv beantwortet und so konnte ich wenig später einen Blick und in das Cockpit werfen. Die Crew war sehr entspannt, wenn auch unser Slot nach Heathrow auf Grund von Nebel am Landeort verschoben wurde.
Kurz danach sollte ich zügig meinen Platz einnehmen, denn der neue Slot sei da und man könne nun zügig den Startup und Taxi machen.

Während des Rollens wurden, in diesem Falle, kühle Tücher gereicht.

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Sozusagen ein alter Bekannter

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--> Bericht viewtopic.php?f=28&t=3848


Über die Startbahn West erhoben wir uns recht schnell in die Luft. Viele Spotter waren noch nicht auf dem Hügel zu erkennen.



Etwa 20min nach dem Start begann der Bordservice und das Frühstück in der Business-Class wurde ausgeteilt. Die Brötchen wurden in einem separaten Körbchen gereicht.
Hier schon auf dem Bild bereits direkt zu erkennen, bei mir im Mund erst später, ist der abgeplatzte Teller.

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Nach dem ich den ersten Splitter im Mund gefunden hatte, tauschte die Crew das komplette Gedeck aus.


Auf Höhe von Amsterdam gab es noch einen Nachtisch in Form eines sehr leckeren Champagners. Bei real,- kostet die Sorte ein Vermögen.

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Anschließend folgte noch ein kurzer Spaziergang durch die Kabine der 767.


Vordere Business-Class

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Hintere Business-Class

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Vorderer Economy-Bereich

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Hinterer Economy-Bereich

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Wenig später erleuchteten mit dem klassischen Gong auch schon die Anschnallzeichen und der Sinkflug auf Heathrow begann.
Der Nebel hatte sich mitlerweile komplett aufgelöst, so dass eine tolle Sightseeing-Tour möglich wurde.
Heathrow wird zumeist bestimmt durch die Windrichtung, ähnlich wie auch Braunschweig oder Hannover, in Richtung Westen angeflogen. Daher sollte man sich um einen Sitzplatz in der rechten Flugzeugkabine bemühen.

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Andocken am Terminal 5A und Ausstieg für mich als letzter um noch ein Bild der Kabine zu machen

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Bedingt durch die nun recht lange Aufenthaltszeit von ca 7 Stunden entschied ich mich, auch dank des sommerlichen Wetters, das Flughafengebäude zu verlassen und machte mich mit der U-Bahn auf den Weg zur Station "Hatton Cross".
Von dort sind es ca 10min entspannter Fußweg zum berühmten Spotterpunkt Myrtle Avenue.

Punkt 2
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von http://www.scramble.nl/airfield-guide/london-heathrow

Um nicht wie in 2011 (Berichtviewtopic.php?f=28&t=1972) zu erleben, dass keine Landungen stattfinden hat der Flughafen eine nette Spotterhilfe veröffentlich.
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http://www.heathrow.com/noise/heathrow- ... lternation

Dort können sich die Anwohner über Zeiten der jeweiligen Start- bzw Landebahnnutzung informieren.
In meinem Fall passte es, dass ab 15:00 Uhr die Landungen auf der 27L (Südbahn) stattfinden sollten.

Ca. eine Stunde vorher Wechsel der Bahnen fand ich mich als einer der ersten auf der gepflegten Rasenfläche ein.
Nach dem sich der Nebel rasch aufgelöst hatte, kam die Sonne angenehm durch. Ich machte es mir auf meinem Rucksack bequem und nickerte etwas weg. Der rauschenden Autoverkehr der direkt angrenzenden achtspurigen Straße erinnerte an zu Hause. Eine halbe Stunde später wachte ich mit juckenden Rücken wieder auf, wahrscheinlich Ameisen. Überraschendender Weise hatten sich mitlerweile bestimmt 25 Personen, meist männlich mit Kamera vor dem Bauch, auf dem Grün eingefunden, denn schon kündigten sich die ersten Heavys und Supers an.
Heavys, Supers? --> https://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelschleppe


Ich habe einige Bilder gemacht und irgendwann nur noch das Zuschauen genossen. Hier etwas Atmosphäre.

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Irgendwann hatte ich mich, insbesondere an den mittelgroßen Fliegern 320/737, sattgesehen und machte mich in aller Ruhe zurück in das Terminal 5. Denn dort sollte die British Airways Lounge noch in aller Ruhe genossen werden.
Immer wieder beeindruckend unter den tief fliegenden 747, 777, A380 oder ähnlich zu stehen.

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Ich fand mich also wieder in der South Galleries Lounge ein und erblickte sofort dieses kühle Getränk

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Pimm's Nr 1
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Parallel zu meinem Aufenthalt fand das Tennis-Turnier in Wimbleoden statt. Dort soll dieser schwach alkoholische Likör Jahr für Jahr der Renner als Drink sein.
Ich fand es so lecker und sommerlich erfrischend, dass ich mir zu Hause direkt eine Flasche über Amazon bestellt habe. Die Bestellung wurde nowendig, da ich in mehreren Getränkefachgeschäften im Norden von Braunschweig nicht fündig geworden bin. Einige Tage später wurde das Original-Rezept nachgemixt und kam bei einem lauen Grillabend sehr gut an.


Die schon bekannte, aber dennoch immer wieder leckere, Verköstigung mit Getränken und Speisen

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Sogar mit der richtigen Kennung
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--> von jürgenbaumbusch.de

Ah, Landung und Ankunft auf der Südbahn und direktes Abollen an das Terminal 5C

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Gefühlt immer sehr knapp wird auf allen britischen Flughäfen erst sehr spät das eigentlich Gate bekanntgebeben.
In meinem Fall hatte ich schon den ungefähren Standort beobachten können und machte mich rechtzeitig auf den Weg.
Natürlich fuhr mir der unterirdische Transferzug direkt vor Nase weg und ich beschloß, wie auch schon in 2013, den stimmungsvoll beleuchteten Fußgängertunnel unterhalb des Vorfeldes zu nutzen

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Noch schnell einen Schnappschuß und kurz darauf war ich als einer der ersten, dank Priority Boarding, in der Business-Class angekommen.

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Mein Platz für die kommenden 2,5 Stunden bis nach Madrid

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Nach dem ersten Orientieren auf meinem Platz, ua eine Steckdose die ich sogleich zum Aufladen vom Smartphone nutze, dachte ich mir das es so langsam los gehen könnte. Aber für die kommmenden 20 Minuten stiegen nach und nach weitere Mitreisende ein und auch die Business-Class füllte sich recht gut.
Auf Nachfrage lud mich der Kapitän nur wenige Meter von meinem Sitzplatz entfernt in das Cockpit ein und wir tauschten uns etwas aus. In der Regel wird wohl sogar der A340-600 eingesetzt.

Kurz nach meinem Flightdeckbesuch kam die die Durchsage "Boarding Completed" und es tat sich erstmal nichts.


Aus meinem Fenster bot sich dieser Blick

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Es folgten ca 20 Minuten, in denen keine Durchsage usw durchgeführt wurde. Eine Etage tiefer wurden nach wie vor fleißig die Frachtcontainer aus- und wieder eingeladen. Ich vermute, dass die Verzögerung durch ein Ausladen der Fracht zustande kam.
Etwas enttäuscht über den bisher nicht erfolgten Service, malte ich mir den kommenden Flug aus. Wie schön währe doch jetzt schon ein kühlendes prickelndes Getränk gewesen....
Noch in Gedanken versunken, wurde die Frachttür unter mir geschlossen und der Pushback begann. Start über die Startbahn Süd und kurz darauf durften die Monitore aufgestellt werden.

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Und schon begann der Bordservice, der mich nachhaltig beeindruckte.

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Wie auf der Langstrecke gab sogar eine Menükarte.

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Man bedenke welcher Kontrast bei Iberia herscht. In der der Economy gibt es trockene Luft und ein Lächeln der Flugbegleiterinnen im Preis inklusive. Alles weitere gegen Gebühr.

Während ich mir mein TV-Programm auswählte wurde mein Essenwunsch aufgenommen.

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Und siehe da, das beste Bordessen, dass ich je gegessen habe. (ich bekomme aktuell direkt Appetit)

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Der Weißwein war sehr lecker und quasi ohne Nachfrage wurde mein Glas direkt wieder aufgefüllt

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Als Aperitif wünschte ich mir etwas lokales aus Spanien und wurde nicht enttäuscht

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Währenddessen verschwand die Sonne so langsam am westlichen Horizont und in der Kabine wurde es ruhiger.

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Ein kurzer Spaziergang durch den Flieger

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Anschließend machte ich es mir wieder bequem und genoß diese gern gesehende US-Serie

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Meinetwegen hätte der Flug nun noch weitere 9 Stunden dauern können, aber bald begann die Crew auch schon die Landung vorzubereiten

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Nach der Landung relativ schneller Taxi zum Terminal 4S (Satellite), bloß dann stockte irgendetwas.

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Kein Problem, ich blieb einfach entspannt auf meinem Platz sitzen.
Beim Aussteigen stellte sich heraus, dass der Passagierfinger defekt war und dafür eine Treppe an den A340 gestellt wurde. Der erste Bus futterte die ersten Passagiere und ich nutze die Chance ein seltenes Nachtbild der Triebwerke auf einer schaukelenden Treppe anzufertigen. Zwischendurch gab eine Flugbegleiterin mir den deutlichen Hinweis , dass ich nun genug Fotos gemacht hätte... Weiß auch nicht was ihr Problem war, denn wenn ich keine Fotos gemacht hätte, wäre sie auch nicht schneller zu Hause gewesen...

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Der erste Bus war voll besetzt und so standen wir Passagieren eine Weile in der heißen Madrider Nachtluft und warteten auf was nun passieren würde.

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Die Technikcrew reparierte die Brücke schnell und so durften ich die Treppe wieder hoch und durch den Finger in das klimatisierte Terminal.
Noch während ich auf den unterirdischen Zug wartete, rief ich im Hotel an und kündigte meine Nahe Ankunft an der Parkbucht der Hotelbusse an.
Zeitgleich mit dem Hotel-Shuttle erreichte den Parkplatz. Meine nächtliche Verspätug summierte sich nun mitlerweile auf über eine Stunde nach geplanter Ankunftszeit und ich war froh noch den inkludierten Shuttle Nutzen zu können.

Im Hotel Best Western Bajaras angekommen, schneller CheckIn mit direkter Zahlung des Zimmers.
Leider hatte ich in London nach der Sicherheitskontrolle keine weiteren Wasserflaschen gekauft und richtete mich auf den schon bekannten Getränkeautomaten ein. Nur leider nam dieser keine Scheine und der Hotelmitarbeiter sah sich nicht in der Lage eine 5 Euro Schein klein zu machen.... Naja, was solls, zwei Brause-Dosen aus der Lounge halfen mir über die warme Nacht.

Wie die Nacht und auch der kommenden Tag verlaufen ist, lest ihr in Teil 2. :pilot:

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Uwe » Sa 26. Dez 2015, 14:04

Man weiß gar nicht, was spannender ist: die Maschinen, die Route, die Airports, die Lounges, die Bordverpflegung oder die Beschreibung der großen und kleinen Umstände so eines "Kurztrips". Und wenn man auch die gezeigten Speisen nicht genießen kann, der Bericht mit seinem (wieder mal) sehr anschaulich geschriebenen Text und den (wieder mal) sehr schönen und aussergewöhnlichen Bildern ist ein Genuß der besonderen Art. Kann die spanische Nacht das Einchecken in MAD kaum abwarten. ;)

Übrigens, fotografisches Highlight für mich: die Pferde, die völlig unbeeindruckt im short final von Heathrow grasen. Schön gesehen und eingefangen. Very :good:
Gruß Uwe :hi:


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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Swen » Sa 26. Dez 2015, 21:58

:good:

Man, ist ja wie bei Herr der Ringe... Jetzt muss ich auf den zweiten Teil warten. Eher ungeduldig und widerwillig... ;)
Bis denn der Swen

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Karsten » So 27. Dez 2015, 21:23

Danke euch für die postiven Rückmeldungen. Es wird umgehend begonnen an der Rückreise zu schreiben.

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von 777-300ER » So 27. Dez 2015, 21:37

Vielen Dank! Dieser Bericht ist sehr interessant. Es ist ein wenig wie selbst mitfliegen.

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Karsten » Do 21. Jan 2016, 23:26

Nach, scheinbar, unendlicher Wartezeit nun hier der Bericht der Rückreise.

Gegen 00:30 fand ich mich endlich auf dem etwas stickigen Zimmer ein. Klimaanlage zwar vorhanden, jedoch ohne Funktion... Naja egal, zu spät um jetzt noch das Zimmer zu wechseln. Abhilfe schaffte das geöffnete Fenster um die warme Nachtluft von 29°C ins Zimmer zu lassen...

Wohlwissen, dass der nächste (Flug-)Tag erst recht spät beginnen würde, stellte ich keinen Wecker.
Gegen 07:30 wachte ich auf und hatte Durst. Zum Glück fand ich noch eine kleine Brause-Dose, aus der Lounge, im Format 0,1l.
Diese trank ich mit Genuß und machte mich nach einer kühlenden Dusche fertig zur Abreise.
Die extra für diese Reise ausgewählten Socken und Unterwäsche durften nicht wieder mit nach Hause und genossen noch ein wenig länger das Hotelzimmer....
Abgabe der Schlüssel-Karte funktionierte zügig, denn ich zahle möglichst schon immer bei der Anreise. Zwar kam nicht die Frage, ob denn alles ok sei, dennoch berichtete aber von meiner warmen Nacht. Ich erhielt die Antwort, dass die Klimaanlage erst vor wenigen Tagen komplett erneuert wurde und alles funktionieren müßte. Naja, egal, ich liebe den Sommer und mag nicht so gerne den Winter.
Kleingeld für den Getränkeautomaten konnte man mir immer noch nicht wechseln...

Der Leser wird sich nun fragen, ob es denn beim Frühstück nichts zu Trinken gäbe.
Obwohl das Frühstück nur mit sensationellen 7€ berechnet würde, verzichtete ich dieses Mal, obwohl es im Juli 2014 sehr lecker war.

Denn geplant war, rechtzeitig vor dem Abflug, die Sala Dali Lounge im Terminal 4 zu besuchen. Also diesmal ohne die unterirdische Zugfahrt.

Parallel zu meinem Gespräch über die fehlende Klimaanlage rief der Shuttle-Bus Fahrer zur Abfahrt. Nun gut, dann mal los.
15 Minuten später fand ich mich in dem, vor wuselden Menschen, ziemlich vollen Check-In Bereich wieder. Am entgegen gesetzten Ende des Terminals fand ich nach ersten Schwierigkeiten dann irgendwann den Schalter von airberlin. Ich habe es versäumt per Handy einzuchecken, was mir nur ein wenig zum Verhängnis werden sollte. Denn bisher bin ich, was solche Sachen angeht, ein bekennender Freund von Papierbordkarten. Ob nun zu Hause ausgedruckt oder am Schalter abgeholt spielt dabei keine Rolle.
Am besagten Schalter wurde ein Niki/airberlin-Flug nach Wien abgefertigt und die unbeschäftigten, drei(!) lustlosen älteren, Spanierinnen hatten mehr interesse sich miteinander zu Unterhalten als mir mein Bordkarten auszuhändigen. Auch auf meine Bitte, dass ich noch die Lounge besuchen möchte wurde noch nicht mal so getan als würde es nicht funktionieren...
Nunja, unzufrieden über diese Erfahrung, versuchte ich mich mit meinen Buchungscode bei den Oneworld-Partner Iberia und British Airways an den jeweiligen Check-In Automaten. Leider ohne Erfolg.
Es folgte ein knapp einstündiger, durstiger und hungriger, Terminal-Spaziergang mit zwischenzeitlichen Sonnenbaden im Außenbereich.
Ich war zu brastig und geizig über die Situation und verzichte darauf schon vorher etwas an den Zahlreichen Bars oder Automaten zu kaufen.

Etwa genau 2 Stunden vor Abflug öffnete dann endlich der Check-In für Düsseldorf und innerhalb von 60 Sekunden erhielt ich meine Bordkarte für alle an diesem Tag folgenden Flüge. Sitzplätze hatte ich schon vorab, dank Status, kostenlos über die airberlin Website ausgewählt.
Diese Reise ist leider insgesamt nicht wie ein Feuerwerk aufgebaut, sondern das Beste wurde schon auf der Hälfte des Trips verschossen, aber langweilig wurde es deshalb trotzdem nicht.

Madrid - Dusseldorf
Operated by Air Berlin
Economy 12:35 - 15:00 AB 8973

Dusseldorf - Stuttgart
Operated by Air Berlin
Economy 15:55 - 16:55 AB 6842

Stuttgart - Hanover
Operated by Air Berlin
Economy 18:40 - 19:45 AB 6614

Auch die Fast-Lane Sicherheitskontrolle funktionierte dieses Mal einwandfrei (Juli 2014 LAN Business-Ticket angeblich nicht berechtigt) und wenig später stand ich vor den Türen der Iberia Lounge. Kurzer Check der Bordkarte und des airberlin/oneworld Status und ein "Herzlich Willkommen" sogar auf Deutsch folgte.

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Gegen 10:45 dann endlich Zeit fürs Frühstück und endlich ein Wasser zu trinken.

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Nach dem ausgedehnten Frühstück folgte ich der angezeigten Aufforderung auf den Bildschirmen und begab mich zu dem nahe gelegenden Gate.
WLan aus der Lounge hatte noch genug Empfang, so dass ich noch problemlos Nachrichten nach Hause absetzen konnte.
Irgendwann hatten wir die "Boarding Time", meist 30 Minuten vor Abflug, längst Überschritten und es war immer noch kein Aeroplan am ausgewiesenden Gate angekommen. Nunja, es fühlte sich in mir mitlerweile etwas nervös an, denn in Düsseldorf waren gerade mal 55 Minuten Zeit zum Umsteigen geplant. Zwar habe ich bei dieser Reise alle Flüge auf ein Ticket bekommen (...wenn einer der Flüge Ausfällt oder Verspätung hat, ist es das Problem der Airline...), trotzdem würde ich am gleichen Nachmittag nicht mehr Hannover erreichen...


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5 Minuten vor der geplanten Abflugzeit dockte dann endlich der A320 D-ABDQ an

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Für Priority-Boarding interessierte sich nun, dank der Verspätung, fast niemand mehr der fast ausschließlich deutsche Mitreisenden, so dass es ziemlich durcheinander lief.
Das Boarding zog sich, dank einer vollen Kabine ewig hin. Typischerweise wurden, wie so oft, Trolleys in Koffergröße und -gewicht mit in die Kabine genommen und mit voranschreitender Zeit der Stauraum immer begrenzter. Die Besatzung Tat ihr bestes um schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Immerhin wurde mein Nebenplatz, trotz voller Kabine freigehalten. Also diesesmal 3 Stunden Sitzen ohne Mundgeruch, Schweißgeruch, Alkoholgeruch, sonstige Gerüche oder aber um es leider auf den Punkt zu bringen Mitreisende denen der eingebaute Gurt nicht mehr passt und die Gurtverlängerung herausgekramt werden muß... (...alles schon erlebt...)
Also zusammengefasst würde es ganz angenehm werden.

Ca 20 min nach geplanter Abflugzeit (für den Profi Off-Block-Zeit) bot sich endlich dieser Ausblick.

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Kurz darauf meldete sich auch schon Kapitän und entschuldigte sich für die Verspätung, die als Pilot komplett ehrlich und nachvollziehbar war.
Denn die Landung erfolgte pünktlich auf Runway 18L (südliche Horizontalbahn). Die Rollzeit vom Abrollen bis zum Terminal 4 (das oberste in der Mitte) hat sich insgesamt 30 Minuten hingezogen.

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Und wie sollte es nun sein, schon mit 20 Minuten Verspätung in der Off-Block-Time, haben wir natürlich die Piste 14L (untere schräg liegenden Bahn) für unseren Abflug zugeteilt bekommen.

Ziemlich genau 35 Minuten nach geplanter Abflugzeit erhoben wir uns endlich in die Luft.
Insgesamt konnte ich den Flug nicht genießen, da ich um meinen knappen Anschluß bangte.
Die äußert freundliche airberlin-Besatzung informierte ich über meine Anschluß und man versichterte mir, dass wir an einem Finger-Gate andocken würden und damit wäre schon viel gewonnen. Nun gut, warum nicht einfach entspannen und den Bordservice genießen.

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Ich kam etwas zur Ruhe und genoß das Nichtstun.
Sehr interessant waren die immer wieder auftreten Wettererscheinung.
20 Minuten vor der Landung ein wunderschöner "Towering Cumulus" TCU

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weitere Informationen --> http://www.gerd-pfeffer.de/risk_gewitter.html


Ein untrügliches Zeichen für ein stark entwickeltes Gewitter, welches in der lokalen Region sehr stark aktiv (Niederschlag/Winde) ist.
Gewitter und ähnliche Wettererscheinungen werden von der Privatluftfahrt wie auch von der Verlehrsluftfahrt immer gemieden, um extremen Auf- und Abwinden (extreme Strukturbelastung der Flugzeugzelle) sowie starken Vereisungserscheinungen auszuweichen.

In Düsseldorf legten wir nach der Landung und bestimmter Bremsung gerade mal 10 Minuten nach geplanter Anflugzeit am westlichen Ende des Terminal B an. Also direkt unter den Zuschauerterrasse. Mein Abflug, mit Busboarding, sollte auch im Terminal B stattfinden. Ankommenden Passagiere mischen sich direkt mit abfliegenden Gästen und somit war mein Gate innerhalb von 4 Minuten Fußweg erreicht. Das Boarding hatte noch nicht begonnen, somit blieb sogar noch Zeit für einen Abstecher für einen Besuch im "Exklusiven airberlin Wartebereich" und ein kühles Fläschchen Wasser zu genießen.

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Pünktlich begann das Einsteigen, etwa in der Nähe des Nordsee-Imbiss im Terminalbereich, in den kuschelig aufgewärmten Vorfeldbus. Eine Aussentemperatur von 34°C und geöffnete Türen ließen die Klimaanlagen in ihre Grenzen kommen.


Auf dem westlichen Außenvorfeld, in der Nähe des GAT, ereichten wir die Dash8Q400 D-ABQP

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Während wir auf den zweiten Bus warteten checkte ich noch schnell das Wetter für die Strecke und machte eine Gewitterfront südlich von Stuttgart (Nordschwarzwald) aus. Hoffentlich würde sich der Verlauf nicht nach Norden ändern....

Insgesamt begann des Rollen zügig und dank der Parkposition in der Nähe der Startbahn 05R erhoben wir uns bald stetig in die Höhe.

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Über Frankfurt gab es den "Süß-oder-Salzig"-Service.
Schade das es bei airberlin aktuell keine Unterscheidung zwischen einem 3 Stunden und einem 45 Miunten Flug gibt. Immer das gleiche Catering...

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Noch im Sonnenschein befanden wir uns im Anflug auf die Piste 07. Im Hintergrund sind schon deutlich die Gewitterwolken über dem Schwarzwald zu erkennen.

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Parken auf einer der östlichen Außenposition in der Nähe des GAT. Die Luft war angenehm schwül-warm und das Busboarding brachte noch einmal etwas Sommerluft.
Die oberen Wolkenschichten sind die Ausläufer des über dem Schwarzwald tobenden Gewitters.

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Zum Abschied auf innerdeutschen Routen gibt es ein Schoko-Herz.

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In Stuttgart suchte ich direkt die British Airways Lounge auf.

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Insgesamt recht gut besucht. Viel größer, als hier zu sehen, ist die Lounge insgesamt leider nicht. Ich war schon vorab darüber informiert, dass es nur Snacks zu essen geben würde, aber das es so gering in Form von Chips, Keksen und Grissinis ausfallen würde, habe ich nicht erwartet.

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So gönnte ich mir eine kühle Saftschorle und begab mich wiederum herab in den normalen Passagierbereich.

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In der Nähe meines Busgates fand ich einen kleinen Stand einer lokalen Bäckerei. Zu einem völlig überzogenen Preis kaufte ich mir ein Käsebrötchen.
Parallel checkte ich das Wetter für die Route Stuttgart - Hannover und noch viel wichtiger die Wetterlage Braunschweig/Hannover. Denn während ich mein Brötchen verspeiste, machte sich ein FFG-Pilot zusammen mit einem LCBS-Fotografen in der D-ESMO auf den Weg nach Hannover.
Kurz darauf begann auch schon das Einpferchen in den Vorfeldbus. Auch dieses Mal war die Auslastung recht hoch.


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Dash8Q400 D-ABQM

Die hohen Wolken zogen weiter in Richtung Norden, glückweiser verblieb das Gewitter über dem Schwarzwald bzw schwächte sich schon ab.
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In nördlicher Flugrichtung verschwanden die Wolken ca 20 Minuten nach Abflug komplett, so dass mal wieder quasi ein VFR-Flug möglich war.
Der Flug nach Hannover verlief komplett ereignislos und auch das Catering war an Gleichförmigkeit kaum zu übertreffen.

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Zum Abschied noch ein Lächeln des Kapitäns mit Schokoherz.

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In Hannover begrüßte mich ein großartiger Sommerabend, die Temperaturen lagen immer noch jenseits der 30°C, ohne irgendeine angekündigte Gewittertätigkeit.

Im Ankunftsbereich des Terminal C erwateten mich schon meine, für Flug Nummer 4, Mitreisenden.

Wir begaben uns direkt zu Fuß zum GAT Hannover um die Cessna 172R, D-ESMO, zu erwischen. Aber hey, keine Hektik, der Sonnenuntergang war mitte Juli noch lange entfernt und schließlich bestimmt der Kapitän den Abflug.

Nach obligatorischer Sicherheitskontrolle brachte uns der kleine VW-Vorfeld-Bus zur Außenparkposition in der Nähe der 27C/09C.

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Alle Bilder stammen von ähnlichen, vergangenen, Flügen, denn nun war ich auf HAJ-BWE der PIC (Pilot in Command).

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Der obligatorische Außencheck verlief positiv.
Nach dem Einsteigen und Anschnallen der Passagiere wurde die Checkliste "Start Up" abgearbeitet und zwischen meinem Co-Piloten und mir einen Abflugbriefing durchgeführt.

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Anschließend konnte es auch schon losgehen.

D-ESMO: "Hannover Ground Guten Abend D-ESMO Cessna 172 at parking postion GA2 request taxi for a VFR-flight to Braunschweig information bravo checked"
Hannover Ground: "D-ESMO Hallo information bravo correct taxi to holding point charly runway zeroninner right via Tango 2, Mike, Lima and apron QNH 1035 expect delay due to landing traffic"
D-ESMO: "D-ESMO taxi to holding point charly 09R via T2, M, L and apron QNH 1035"

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Das Rollen und Warten auf einen Abflugslot dauerte, sehr zu unserer Begeisterung, länger als die eigentlich Flugzeit.
Nach dem die Abflugbereitschaft hergestellt wurde:

D-ESMO: "D-EchoSierraMikeOscar ready for departure at holding point charly runway zero ninner right"
Hanover Ground: "D-ESMO contact Hanover Tower at one two zero one seven tschüß"

Frequenzwechsel auf 120.17

D-ESMO: "D-ESMO Hanover Tower guten Abend"
Hanover Tower: "D-ESMO guten Abend hold position"

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Zwischen einer landenen British Airways A319 und einer schon im langen Endteil befindlichen KLM Fokker 70 durften wir auf die 09R und drehten nach Abheben direkt nach Süden zur Autobahn A2 ab.

Hanover Tower: "D-ESMO behind landing British Airways A319 line up runway 09R behind and wait "
D-ESMO" "D-ESMO behind landing British Airways A319 lining up runway 09R behind and wait"


Während die A319 abrollte erhielten wir unsere Startfreigabe

Hanover Tower: "D-ESMO leave control zone via ECHO 2 and ECHO 1, direct right turn after departure approved cleared for take runway 09R"
D-ESMO "D-ESMO leaving control zone via E2 and E1 cleared for take runway 09R"

Darauf folgte langsames aber bestimmtes Durschieben des Gashebels auf die Position "Vollgas". Parallel dazu Beobachtung der Triebwerksparameter insbesondere der Motordrehzahl --> im geforderten Bereich. Kurz nach dem Anrollen bewegt sich der Fahrtmesser --> Ausruf "Speed is alive". Würde einer der beiden Parameter nicht stimmen erfolgt ein Startabbruch.

In unserem Fall alles i.O. und damit in einer sicheren Höhe eine Rechtskurve in Richtung Echo 2.

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Bei erreichen des VFR-Pflichtmeldepunkts:

D-ESMO "D-ESMO Echo 2 1800 feet"
Hanover Tower "D-ESMO danke"

Und weiter geht es entlang der Autobahn in Richtung Echo 1 und bei erreichen den Punktes
D-ESMO "D-ESMO Echo 1 2000ft"
Hanover Tower "D-ESMO roger leaving frequency approved, schönen Flug tschüß"
D-ESMO "D-ESMO leaving frequency approved, danke und tschüß"


Kurz darauf über Peine

D-ESMO "Braunschweig D-ESMO guten Abend"
Braunschweig Turm "D-ESMO Braunschweig Turm guten Abend"
D-ESMO "D-ESMO VFR Flug aus Hannover Position Peine in 2000 Fuß zur Landung"
Braunschweig Turm "D-MO Piste 08 in Betrieb, Einflug in die Kontrollzone über Whiskey 1 QNH 1034"
D-ESMO "D-MO Piste 08 in Betrieb, Einflug über Whisky 1, QNH 1034"

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Über Whiskey 1 (Rastplatz Zweidorfer Holz)

D-ESMO "D-MO Whiskey 1 in 2000ft"
Braunschweig Turm "Einflug in die Kontrollzone genehmigt direkt Anflug Piste 08 Landung frei Piste 08"
D-ESMO "D-MO Einflug in Kontrollzone genehmigt, Direktanflug und Landung frei Piste 08"

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Nach der Landung
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Braunschweig Turm "D-MO über Bravo und Charly zum FFG-Vorfeld."
D-EMSO "D-MO über Bravo und Charly zum FFG Vorfeld"

Danach Reinigen des Fliegers von Insekten und Einhallen.
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Im Fortgeschrittenen Sonnenuntergang erreiche ich Hondelage und bin erledigt von den Eindrücken.

Vielen Dank für euch ans Mitreisen! :-)

--> achja, die Schokoherzen haben sich in den "Cargo-Taschen" meiner kurzen Hose insgesamt in einen großen Schoko-Aluhülle-Klumpen verwandelt...

und
--> alle Funksprüche die hier dargestellt werden sind rein fiktiv und keine Niederschrift über den durchgeführten Flug.

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Uwe » So 24. Jan 2016, 00:22

Auch der zweite Teil wieder sehr anschaulich und schön zu lesen, Danke dafür. :good:
Hast Du schon mal überlegt, ein Reisebuch zu schreiben, z. B. "Karsten's Carrier Compass" oder "Karsten's coole Kurztripps"? ;)
PS: Schöne Bilder aus HAJ, kommen mir teilweise so bekannt vor ... :grin:
Gruß Uwe :hi:


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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Swen » So 24. Jan 2016, 09:35

In der Tat! Sehr schön.
Bis denn der Swen

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Karsten » So 24. Jan 2016, 13:53

Danke für eure positiven Rückmeldungen!
Da habe ich Freude bei kommenden Reisen wieder etwas zu schreiben bzw einen noch austehenden Bericht anzufertigen.

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Re: [Bericht] FRA-LHR-MAD-DUS-STR-HAJ-BWE

Beitrag von Karsten » Do 10. Mai 2018, 22:11

In der Zwischenzeit wird der A340-300 bei Iberia unter einem historischen Flugzeug geführt... :roll:

https://www.iberia.com/de/flotte/iberia/A340-300/
Der Airbus A-340 weihte am 4. Januar 1998 Iberias längste Strecke ein: von Madrid nach Santiago de Chile. Dieses Flugzeugmodell brach vier Weltrekorde: der erste Nonstop-Flug von Le Bourget (Frankreich) nach Auckland (Neuseeland) in 21 Stunden und 31 Minuten; der längste Flug eines Verkehrsflugzeugs (19.100 km); die schnellste Weltumrundung eines Flugzeugs seiner Klasse und der schnellste Rückflug von Neuseeland nach Frankreich. Iberia hat sie auf die Namen berühmter spanischer Frauen wie Rosalia de Castro oder Maria Moliner getauft; sie sind die ersten Flugzeuge des Unternehmens, die einen Frauennamen tragen.

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