[Bericht] Ein Besuch in Stölln

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[Bericht] Ein Besuch in Stölln

Beitrag von Heino » Fr 13. Apr 2018, 22:20

Nachdem ich beim Ausmotten der Quax-Flieger auf dem Flugplatz Bienenfarm gewesen bin, fasste ich den Beschluss, dass ich noch einen Abstecher nach Stölln machen könnte. Gedacht, getan: Nach kurzer Fahrt erreichte ich das Lilienthal-Centrum in der Ortsmitte.

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Vor dem Gebäude, welches eine alte Brennerei ist, steht eine Let Z-37A "Cmelak". Zwar ist diese Maschine nicht mustergültig restauriert worden, aber das hat auch einen Grund: Nachdem nur noch Reste dieser Maschine gerettet werden konnten, war diese Teilwiederherstellung allemal besser aus eine Verschrottung!

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In der Ausstellung befindet sich ein Nachbau des Rundlaufapparates mit dem Otto Lilienthal den Auftrieb von unterschiedlich geformten Tragflächen systematisch untersucht hat:

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Im Anbau hängen unter anderem drei Nachbauten von Lilienthals Gleitern:

Normalsegelapparat

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Derwitzer-Apparat

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Großer-Doppeldecker

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Anschließend bin ich zum Gollenberg gefahren. Auch hier befindet sich eine kleine Ausstellung:

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Aber das wichtigste Exponat steht vor dem Gebäude. Eine Iljuschin IL-62!

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Zu Ehren von Otto Lilienthals Frau Agnes wurde das Flugzeug auf den Namen "Lady Agnes" getauft.

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Auch im Inneren des Flugzeugs befindet sich eine kleine Ausstellung.

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Hier kann man auch Platz nehmen und sich einen Film ansehen, in dem gezeigt wird, wie das Flugzeug hierher gelangt ist: Am 23. Oktober 1989 landete der Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach das Flugzeug auf der nur 860 m langen Landebahn des Segelflugplatzes. Das bescherte ihm einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde!



Übrigens: Für alle, die noch nach einem außergewöhnlichen Ort zum Heiraten suchen: In der IL-62 befindet sich auch ein Standesamt!

Abschließend bin ich dann noch auf den Gollenberg gewandert. Auf dem Weg dorthin bin ich an dem Gedenkstein für den Mitarbeiter von Otto Lilienthal, Paul Beylich, vorbei gekommen.

Bild

Oben auf dem Gollenberg befand sich der Absprungpunkt für die Flugversuche von Otto Lilienthal. Ein Denkmal erinnert daran:

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Am Osthang befindet sich eine weitere Gedenkstätte. Hier ist die Absturzstelle von Otto Lilienthal:

Bild

Die Inschrift des Gedenksteins lautet:
Es kann Deines Schöpfers
Wille nicht sein
Dich Ersten der Schöpfung
dem Staube zu weih'n
Dir ewig den Flug zu versagen
ERSTER DEUTSCHER
FLUGPIONIER
OTTO
LILIENTHAL
abgestürzt am 9.8.1896
Ehre und Ruhm
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Internetseite: Otto-Lilienthal-Verein Stölln e.V.
Horrido!

Heino

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Re: [Bericht] Ein Besuch in Stölln

Beitrag von Heino » Do 24. Mai 2018, 22:23

Ich packe es mal hier dazu. Zwar liegen die Orte über 60 km Luftlinie voneinander entfernt, doch thematisch passt es zusammen und ein gesonderter Beitrag lohnt sich nicht:

Nachdem ich die ILA 2018 und das Luftwaffenmuseum besucht hatte, habe ich in Derwitz noch einen kurzen Fotostopp gemacht. Hier hatte Otto Lilienthal mit dem Derwitzer Apparat die ersten Flugversuche vom Spitzberg aus gewagt.

Auf dem nahen Mühlenberg wurde im Jahre 1991 das Denkmal des Künstlers Wilfried Statt eingeweiht:

Bild

Ganz in der Nähe befindet sich auch noch eine Gedenktafel:

Bild

Ihre Inschrift lautet:
An diesem Hang hat
Otto Lilienthal
im Jahr 1891
seine ersten Flüge durchgeführt.
Dieses stimmt jedoch nicht ganz, denn der Spitzberg war früher um einige Meter höher, weil hier Sand für den Bau des Potsdamer Bahnhofs abgebaut worden ist.
Horrido!

Heino

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Re: [Bericht] Ein Besuch in Stölln

Beitrag von alphacentauri434 » So 27. Mai 2018, 08:30

Nochmal zurück nach Stölln, was wird den in der Ausstellung am Gollenberg gezeigt? Oder ist da nur das Café drin?
Gruß
Frank

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Re: [Bericht] Ein Besuch in Stölln

Beitrag von Heino » So 27. Mai 2018, 13:54

Nein, da ist auch eine kleine Ausstellung drin. Gezeigt werden dort Flugzeugmodelle, Uniformen, Schautafeln usw. zur Luftfahrtgeschichte in Ostdeutschland.
Horrido!

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